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19Nov
Die Geschichte des EISBÄR Mützen Herstellers
In Feldkirchen/ Donau wurde Anfang der 1950er Jahre von Vater der mit Ihrem Mann Franz einen Gemischtwarenladen betreibenden Maria Wöss eine Geschäftsidee ins Leben gerufen, die sich schon wenige Jahre später zu einem echten Kassenschlager entwickeln sollte. Opa Klinginger fertigte in kleiner Stückzahl Strickwesten auf einer dafür erworbenen Handstrickmaschine an. Diese verkaufte das Paar dann an Kunden aus ihrem Ort und konnte das Geld als zusätzlichen Umsatz für sich verbuchen.
Wie der Zufall es wollte bekamen die Wöss eines Tages Besuch von einem Vertreter eines Linzer Textilgroßhandels. Dieser bot ihnen seine Strickwaren für ihr Geschäft an und staunte nicht schlecht, als ihm entgegnet wurde, dass man diese schon seit Längerem selber produziere. Der Vertreter nahm daraufhin eine der Westen zur Begutachtung mit zu seinem Chef, welcher Ladeninhaber Franz Wöss daraufhin zu sich einlud. Am kommenden Tag kam er mit einem Auftrag über 200 Westen gut gelaunt wieder zu sich nach Hause. Nun wurde die Handstrickmaschine gegen einen Strickautomaten ersetzt, den die Familie bei sich in der Wohnstube aufstellte. Nach drei Monaten konnten sie die geforderten 200 Westen pünktlich an ihre Auftraggeber liefern. Der Name Wöss machte nun auch andernorts die Runde und immer mehr Aufträge erreichten das kleine Familienunternehmen. Um die Strickwesten aus ihrem Hause gegen andere abzugrenzen musste ein eigener Markenname her, den schließlich der damals 10-jährige Erich Wöss für die noch suchenden Erwachsenen kreierte: EISBÄR.
Es blieb nicht mehr nur bei den Strickwesten. Ende der 50er Jahre hatte Maria Wöss ihrerseits die Idee, wunderschöne handbestickte Strickmützen herzustellen. Ihr Mann Franz, der gerne mit seinen Produkten auf Reisen ging, präsentierte die neuen Mützen mit ihren herrlichen Mustern auf der zu dieser Zeit gerade stattfindenden Sportartikelmesse in Wiesbaden. Er kehrte mit einem ersten Exportauftrag für sie nach Hause zurück. Die Eisbär Mütze wurde in Österreich und der Welt zu einem großen Erfolg, von dem Ihre Erfinderin jedoch leider nicht mehr viel hatte, denn Maria Wöss verstarb 1966 im Alter von nur 48 Jahren. So bekam sie nicht mehr mit, wie eine Geschäftsreise ihres Sohnes nach Tokyo der Firma einen Großauftrag über 32.000 Mützen einbrachte. Die Marke etablierte sich fortan vor allem im Skibereich, was nicht zuletzt an der österreichischen Skinationalmannschaft lag und bis heute liegt, welche EISBÄR Produkte im Weltcup und bei den Olympischen Spielen verwendet.
Die EISBÄR Mützen wurden in den 70er und 80er Jahren um neue Skiwesten mit dehnbarem Rippeinsatz, Skioveralls und Stirnbänder ergänzt. Im Jahr 2000 kam mit der so genannten „Haarmütze“ eine neue Mützenform hinzu, die bei großen und kleinen EISBÄR Fans großen Anklang fand. Es handelte sich um eine Mütze, die am oberen Ende oder sogar komplett mit witzigen, bunten Haaren versehen war. Während der Olympiade in Salt Lake City wurde von einem amerikanischen TV-Sender sogar über die Mütze berichtet. Mittlerweile beschäftigt das heute in dritter Generation von Susanna und David Wöss geführte Unternehmen 85 Mitarbeiter und beliefert mit seinen in Feldkirchen gefertigten Strickwaren Sportgeschäfte in der ganzen Welt. Ein echtes Paradebeispiel dafür, wie aus einer simplen Westen- und Mützen-Idee etwas ganz Großes werden kann.
Super Post, ich komme nun oefter!